im Norden dort, wo Berlin besonders schön ist

Hermsdorf wurde urkundlich das erste Mal am 23. Juni 1349 erwähnt und konnte somit kurz vor der letzten Jahrtausendwende seinen 650. Geburtstag feiern. Damit ist Hermsdorf nur ca. 100 Jahre jünger als Berlin. Neuere Ausgrabungen ergaben, daß Hermsdorf von den askanischen Markgrafen schon um 1200 als deutsches Dorf mit überwiegend slawischer Bevölkerung gegründet wurde. In einer sehr wechselvollen Geschichte (der 30- jährige Krieg  brachte etwa  1640 eine fast vollständige Zerstörung) wurde es 1694 unter Kurfürst Friedrich III Domänenvorwerk. Übrigens dieser Kurfürst ließ sich in Königsberg krönen und wurde so zu Friedrich I., König in Preußen.

Sein Enkel

König Friedrich II.

(der Große)

richtete 1754 das Erbzinsgut Hermsdorf ein. Wichtig für dessen Entwicklung als Ausflugsort mit seinen (Berlin-) Stadt bekannten Lokalen und Restaurants war die Errichtung der Nordbahn im Jahre 1877.

Erst 1920 wurde  der Ort nach

“Groß-Berlin”

eingemeindet.

Schon 1952 wurde Hermsdorf (West-) Berlin von seinem Nachbarort “Glienicke an der Nordbahn”  abgetrennt. Mit dem Bau der Mauer wurde die wichtige Verbindung “Berliner Staße / Oranienburger Chaussee” in Richtung Frohnau und weiter nach Birkenwerder durch den verrückten Grenzverlauf   - als Entenschnabel im Norden von (West-) Berlin berühmt geworden -  unterbrochen. Kurz nach der Wende und zwar am 3. März 1990 kam auch für Hermsdorf die Wiedervereinigung der alten Gebiete.

Hermsdorf hat sich über die Jahrhunderte seinen eigenen Stil und vor allem seinen unverwechselbaren, sehr persönlichen Charme und Character  erhalten, der in vielen Orten der Mark gleichermaßen zu finden ist.

der Maler

Spitzweg

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letzter Stand :  30. April 2002

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