Brandenburger Tor

erbaut 1788 bis 1791 von Carl Gotthard Langhans (1732 – 1808) ;1794 gekrönt durch die Quadriga von Johann Gottfried Schadow (1764 – 1850),der 1788 als Nachfolger seines Lehrers Tassaert Leiter der Hof-Bildhauer-Werkstatt wurde.

Berlin wurde 1244, also erst nach Cölln, das sich schon seit 1237 in den Chroniken finden läßt,erstmals urkundlich erwähnt. Ins Rampenlicht der Geschichte geriet Berlin,nachdem Friedrich VI.  (1371 – 144,  6. Burggraf von Nürnberg,  im Jahre 1411zum ersten Kurfürsten von Brandenburg (neue Zählung: Friedrich I.) gemacht worden war.Sein Nachfolger Kurfürst Friedrich II. (1413 – 1471), der Eiserne, baute auf der Cöllner Spreeinsel ein wasserburg-ähnliches Schloß. Dieses Schloß, das von Kurfürst Johann Cicero (1445 – 1499) zum ständigen Sitz erkoren wurde, legte den Grundsstein für Berlin als Residenzstadt und Mittelpunkt der nach 1648 erfolgenden Neuordnung.

Allerdings konnte Berlin   – die Zusammenlegung von Berlin und Cölln erfolgte 1709 durch den ersten Preußenkönig Friedrich I. (vormaliger Kurfürst Friedrich III.) –  seine Bedeutung, die es unter diesem Friedrich I., sowie seinem Sohn, Friedrich Wilhelm I ,und nachgerade seinem Enkel, Friedrich II. (Friedrich der Große), ab Ende des 17. Jahrhunderts durch außergewöhnliche architektonische Gestaltung ebenso wie durch Toleranz und über die Grenzen hinaus wirkende zielsetzende Impulse für das wissenschaftliche und kulturelle Leben als Grundlage einer grandiosen wirtschaftlichen Entwicklung erlangt hatte, auch mit einer entsprechenden Einwohnerzahl erst unterstreichen, als sich diese nach der Reichsgründung 1871 mit Berlin als Hauptstadt auf etwa 2 Millionen in den letzten 3 Dekaden des ausgehenden 19. Jahrhunderts vervierfachte.

Die bis 1737 entstandene Zollmauer entlang der „neuen Stadt“ hatte 18 Stadttore.Das Brandenburger Tor, das die Stadt nach Westen hin abschloß,  ist heute als einziges noch erhalten und wegen seiner exponierten Lage als Bestandteil des Mauerkordons, mit dem Berlins Mitte von den sowjetischen Machthabern und ihren ostdeutschen Statthaltern gegen West-Berlin hermetisch abgeriegelt wurde, zusammen mit der Gedächtniskirche zum Wahrzeichen und wohl auch zum weltweit bekanntesten Bauwerk Berlins und gleichzeitig zum Symbol des unverbrüchlichen Freiheitswillens der USA und ebenso der deutsch-amerikanischen Freundschaft geworden.

Der Pariser Platz wurde 1734 unter König Friedrich Wilhelm I. mit einem ursprünglich kleineren barocken Bau angelegt und erhielt seinen Namen zu Ehren der aus Frankreich vertriebenen Hugenotten (refugées), die unter der aktiven Einwanderungspolitik des großen Kurfürsten als qualifizierte Zuwanderer nach dem 30 jährigen Krieg zusammen mit anderen in Berlin eine neue Heimat fanden.  Der Anteil aller Zuwanderer an der Berliner Bevölkerung betrug um 1700 etwa 25 %. Diese im wahrsten Sinne des Wortes multi-kulturelle Gesellschaft konnte nur gelingen, da von allen Seiten die volle Integration angestrebt wurde - man identifizierte sich mit der neuen Wahlheimat, da von allen Zuwanderern das Glück geschätzt wurde, in Preußen eine neue Heimat geboten bekommen zu haben.

Friedrich  II

Hedwigskirche

Begrüßung und Thema des Monats

letzter Stand :  31. Januar 2005

© :  bu-isy 2002

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